Die Tennisreise kann ich jedem empfehlen, der Spass am Sport hat

Linda erzählt dir ihre persönlichen Erfahrungen aus ihrer Tennisreise auf Mallorca. Der Reisebericht wurde von der Teilnehmerin selbst verfasst.

Die Tennisreise beginnt

Als meine Tennisfreundin Tatjana und ich um 4:30 Uhr am Köln/Bonn Flughafen ankamen, war die Vorfreude auf die Tennisreise schon groß. Mit einem beladenen Koffer und der Angst, dass dieser schwerer als 23 kg sein würde, ging es müde ins Flugzeug. Nach guten zwei Stunden Flug, weg aus dem verregneten Deutschland, kamen wir am sonnigen Flughafen von Palma de Mallorca an und machten uns auf die Suche nach unserem Shuttlebus. Das war gar nicht mal so einfach, aus 20 Bussen den einen herauszufinden, der uns in den Osten der Insel zum Hotel bringen würde.
Als wir ihn gefunden hatten, und damit auch unsere ersten netten Mitreisenden, brachten wir zwei Stunden Busfahrt hinter uns und kamen letztendlich an unserem Hotel an. Dort erwarteten uns unsere beiden Trainer Clemens und David und verkündeten, dass wir schon direkt Tennis spielen könnten.

Das Hotelzimmer und die ersten Schläge auf dem Tennisplatz

Zuallererst erkundeten wir jedoch die Umgebung und unser Hotelzimmer, was durch einen wunderbaren Meerblick, eine top Ausstattung und Sauberkeit geprägt war.
Auch wenn es fürs Schwimmen im Pool mit durchschnittlichen 20 Grad zu kalt war, hielt uns das natürlich nicht davon ab, uns erst mal für eine Zeit an den Pool zu setzen und die Sonne und das schöne Ambiente unter den Palmen zu genießen.
Die kleine aber feine Innenstadt von Canyamel mit den Mandarinenbäumen bot uns die Möglichkeit, für unser bevorstehendes Match Wasser zu kaufen und uns von der Reise zu stärken. Morgens und abends sorgte das Hotel mit einem super leckeren Buffet für unser Wohl.
Nach der Stärkung in der Stadt ging es ans Tennisspielen, wobei Tatjana und ich unsere 8 Mitreisenden genauer kennenlernten und sich direkt ein Doppelspiel ergab.
Die Atmosphäre auf dem Platz war super. Nach dem Match wurden wir vom Pächter mit einem kühlen Bierchen begrüßt und ließen uns es damit in der Sonne verschwitzt, aber glücklich gut gehen.

Die erste Trainingseinheit

Am nächsten Morgen ging es, gefolgt von einem Warm-Up, um 10 Uhr direkt mit dem Training los. Jeder der fünf Trainingstage, die vor uns lagen waren strukturiert mit jeweils einem Schwerpunkt. So war dieser heute, an der Vorhand zu arbeiten.
Mit einer kleinen Gruppe von 10 Leuten wurden wir in zwei Einheiten aufgeteilt, die jeweils von Clemens oder David trainiert wurden. Was mir besonders gut gefiel war, dass beide Trainer sich bei jedem die Zeit nahmen individuell an der Vorhand zu feilen, so dass man nach der Trainingseinheit das Gefühl hatte, in der Tenniswelt einen Schritt weiter zu sein.
Die Trainingseinheit ging meistens bis 12:30, so dass bis 15 Uhr genug Zeit war, wohlverdient einen großen Teller Pasta Bolognese in einem kleinen Restaurant am Strand zu essen. Meistens war auch noch Zeit einen kleinen Spaziergang rund um die Umgebung zu machen und sich den Mittelmeer-Wind um die Nase wehen zu lassen.

Gestärkt zum Matchtraining

Mit gefülltem Magen und neuer Energie ging es nach der Mittagspause ins freie Spiel, bei dem die neuen Erkenntnisse aus der vorigen Trainingseinheit direkt eingesetzt werden konnten. Das freie Spiel war meistens so strukturiert, dass jeder mal gegen jeden gespielt hat. So hatte man immer verschieden starke Trainingspartner, an denen man sich messen konnte.
Auch das freie Spiel ging meistens 2 ½ Stunden, anschließend konnte man sich jedes Mal auf das leckere Abendbuffet freuen und nach Lust und Laune die Sauna des Hotels nutzen. Ob man sich danach mit den anderen noch an der Bar traf oder einfach einen gemütlichen Abend auf dem Zimmer machte, war einem selbst überlassen.
Am Mittwochmorgen wäre eigentlich die Rückhand zum Zuge gekommen, da man aber bereits um 10 Uhr wegen des Regens auf den Tennisplätzen „Bötchen fahren konnte“, wichen die Trainer auf ein alternatives Fitnessprogramm in den Räumlichkeiten des Hotels aus.
Nach der Mittagspause wurde dies am Strand fortgeführt. Man macht nicht alle Tage ein Workout am Meer, daher machte das besonders viel Spaß. Und wenn wir nach diesem Tag nicht alle topfit waren, weiß ich es auch nicht.

Am frühen Abend ließ es das Wetter sogar noch zu, eine Runde Tennis zu spielen und die für den Tag geplanten Rückhand-Übungen durchzuführen. Damit waren wir für das Turnier am Folgetag gut vorbereitet.

Mit Muskelkater zum Turnier

Mit ziemlichem Muskelkater ging es am Donnerstag in die Startlöcher des Turniers. Beide Trainingsgruppen wurden in Spielerpaarungen aufgeteilt, so dass jeder gegen jeden spielte. Somit hatte jeder neun Spiele mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, was es umso lustiger machte. Am Ende wurde ausgewertet, wer wie viele Siege errungen hatte und darauf mit einem Bierchen angestoßen. Freitag wurde das wiederholt, was wir im Turnier bereits für uns selbst erproben konnten – der Angriffsball und der Volley. Wie rücke ich richtig ans Netz vor, ohne dass der Ball nicht im Feld des Gegners ankommt? Die Frage haben sich zu Beginn des Tages wahrscheinlich einige gestellt. Durch die genaue Verbesserungsanalyse der Trainer, konnte man aber sehr schnell sehen, wo die eigenen Fehler lagen, daran arbeiten und sich in den Übungen verbessern. Das gleiche galt auch für Samstag. Wenn der Aufschlag richtig sitzt, hat man schon mal einen großen Vorteil im Match.
Nach sportlichen und wunderbar sonnigen Tagen, die wie im Flug vergingen, mussten wir am Sonntag leider schon unsere Koffer packen. Da der Flug erst abends ging, hatten wir den halben Sonntag noch dazu Zeit, bei warmen 25 Grad in der Sonne am Pool zu liegen und die letzten sechs Tage der Tennisreise Revue passieren zu lassen.
Abends holte uns der Shuttlebus vom Hotel ab und brachte uns zum Flughafen, von dem aus es zurück nach Köln ging.

Mein Fazit der Tennisreise

Zurückblickend kann ich nur sagen, dass sich diese Woche sowohl in sportlicher, als auch in erholungstechnischer Weise absolut gelohnt hat. Weder der Spaß, noch die Entspannung kam zu kurz, die Trainer waren jederzeit motivierend und auch unsere Gruppe untereinander hat sich super verstanden. Neben dem spielerischen Ehrgeiz, hat immer der Spaß am Spiel seinen Platz gefunden. Die Tennisreise kann ich jedem empfehlen, der Spaß am Sport hat und etwas Erholung braucht.